biologie
 

Mimikry & Mimese

Startseite
Einleitung
Mimikry

Mimese

Umgebungstracht

Abwehrtracht
Links
Impressum
 

Umgebungstracht

Wenn wir in einem komplett grün tapezierten Haus wohnen würden und völlig grün gekleidet wären, könnten wir uns vor eine Wand stellen und wären vor dem Hintergrund schlecht zu sehen.

Das ist das Grundprinzip der Umgebungstrachten. Wahre Meister darin, sich an die Umgebung anzupassen, sich einige Krakenarten - sie können blitzschnell die Farbe ihres Körpers wechseln. Andere Tiere haben sich auf einen bestimmten Lebensraum eingestellt und bleiben somit bei einer Umgebungstracht, ohne sie ändern zu können. Die Umgebungstracht hat den Vorteil, dass optisch orientierte Fressfeinde ihre Beute nur sehr schwer erkennen können - und wer übersehen wird, der überlebt.

Umgebungstracht bedeutet also, dass ein Tier in Farbe und Muster so weit wie möglich mit seiner Umgebung überein stimmt. Dabei ist die Tracht entweder unveränderbar und somit an einen bestimmen Lebensraum angepasst, oder die Tiere haben die Fähigkeit, sich dem Untergrund anzugleichen

Beispiele für Tiere mit Umgebungstrachten sind Plattfische, die die Färbung und im Extremfall sogar die Struktur des Sandbodens am Meeresgrund annehmen. Sie haben in ihrer Haut Farbzellen mit verschiebbaren Pigmenten.
Eine andere Möglichkeit, die Umgebungsfarbe anzunehmen, besteht zum Beispiel bei Schnecken darin, Farbstoffe der Nahrung zu benutzen - sie werden beim Fressen von grünen Pflanzen grün, bei Rotalgen rot.
Eine weitere Strategie ist, dass die Tiere sich nicht selber anpassen, sondern Teile der Umgebung an ihren Körper heften - so geschieht das bei Krabben, die Algenteile auf ihrem Rücken befestigen und Raupen des Gabelschwanzes, die mit Rindenstückchen ihren Kokon tarnen.